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20.09.2022 - 725 Jahre Wiesental - wir gratulieren!

725 Jahre Wiesental - wir gratulieren!

Das Wetter hat es gerade noch einmal gut gemeint und die 725-Jahr-Feier in der Wiesentaler Ortsmitte konnte am vergangenen Wochenende trocken über die Bühne gehen – oder sollte man besser „die Bühnen“ schreiben? Denn: An insgesamt sechs Stationen haben verschiedene Gruppen von Kreativen, Schauspielerinnen und Schauspielern Besucher der Geschichtswanderung mit auf eine Zeitreise genommen – hin zu den Anfängen unseres Örtchens, wo einst schon die Römer siedelten. Die erste urkundliche Erwähnung Wiesentals ist dagegen sehr viel jünger – aus dem Jahr 1297, um genau zu sein. Die umliegenden Wiesenflächen veranlassten den Speyerer Fürstbischof Friedrich von Bolanden seinerzeit dazu, die neue Siedlung „Wiesenten“ zu nennen - und in der Gründungsurkunde die Rechte und Pflichten der anfänglich rund 50 Bewohner gegenüber dem Speyerer Domkapitel niederschreiben zu lassen. Kommen Geschichten einer Dorfgründung aus längst vergangener Zeit nicht selten mystisch aufgeladen daher, scheint der Ursprung des heutigen Stadtteils von Waghäusel damit eher als kühl kalkulierte, politische Entscheidung eines Kirchenführers.

725 Jahre später hat die PAROLE als Teil der Geschichtswanderung ihre Interpretation dieser fürstbischöflichen Weisung an der Wiesentaler Kirche gezeigt.

Aus „Wiesenten“ wurde im Lauf der Jahrhunderte „Wiesental“, aus den anfänglich wenigen Familien heute rund 11.000 Einwohner – viele von ihnen waren an der Geschichtswanderung selbst auf den Beinen und haben neben den anderen Stationen auch bei der PAROLE halt gemacht. Wir danken allen, die zum Gelingen dieses Jubiläumsereignisses beigetragen haben und gratulieren unserem Ortsteil Wiesental herzlich: Auf die nächsten 725 Jahre!

(David H.)

12.09.2022 - Wir sind dabei!

Wir sind dabei!

So etwas hat es noch nie gegeben, zumindest nicht in den zurückliegenden 725 Jahren Wiesentaler Geschichte. Angesagt ist zum Ortsjubiläum eine Geschichtswanderung durch den heutigen Stadtteil, der 1297 als gerade 50-Einwohner-Dörfchen entstanden ist. Theaterensembles und Vereine, Gruppen und Einzelpersonen ermöglichen einen Streifzug durch zwei Jahrtausende.

Die Gründung des Dorfes 1297 (vor der katholischen Kirche): Das Amateurtheater PAROLE erinnert daran, wie Wiesental mit rund 50 Einwohner entstanden ist.

1297 veranlasste der Speyerer Fürstbischof Friedrich von Bolanden die Ansiedlung „Wiesenten“ im Lußhardtwald. Wie die ungewöhnliche fürstbischöfliche Anordnung einer Dorfgründung im März 1297 vor sich gegangen sein könnte, stellt die PAROLE dar und macht die regionalpolitisch begründete Entscheidung des damaligen Würdenträgers nachvollziehbar.

Hier finden Sie den Flyer zur Geschichtswanderung mit weiteren Informationen.

 

06.09.2022 - PAROLE-Theaterwerkstatt: Kinder entdecken das Theater

PAROLE-Theaterwerkstatt: Kinder entdecken das Theater

Bildunterschrift: Kleine Regisseure: Handlung und Kostürme wurden von den Teilnehmern selbst entwickelt.

Das Schwein hat Appetit auf Pfannkuchen und backt einen riesigen Stapel davon. Doch Pfannkuchen schmecken nur mit Honig richtig gut – und genau der ist im Hause Schwein gerade leer. Doch hat der Bär nicht einen Honigvorrat in seiner Höhle?

Und so schlüpften auch bei der diesjährigen Theaterwerkstatt im Rahmen des Ferienprogramms der PAROLE wieder einmal zehn Nachwuchsschauspielerinnen und -schauspieler in die Rolle von großen und kleinen Tieren auf der Suche nach Zutaten für das Mittagessen.

Auf spielerische Art entsteht in der Theaterwerkstatt aus einer Bilderbuch‐Vorlage ein eignes Theaterstück ‐ mit allem, was dazugehört. Hier ist Kreativität gefragt: Wie könnte die Handlung weitergehen? Wie lässt sich etwa das hungrige Schwein auf der Bühne darstellen?

Doch im selbstentwickelten Theaterstück hatten auch andere Tiere einen großen Auftritt – etwa er: Der Bär, der sich auf den Weg macht, um Äpfel von Omas Obstwiese zu stibitzen und dabei an Schweins Haus vorbeikommt. Dort duftet es ganz gewaltig lecker – denn einen riesigen Stapel Pfannkuchen hat Schwein unbeaufsichtigt zurückgelassen. Ein Grinsen stiehlt sich auf Bärs Gesicht – doch als sich auf dem Nachhauseweg Bär und Schwein begegnen, ist Ärger vorprogrammiert …

Soweit die Handlung des selbstentwickelten Stücks. Doch keine Aufführung ohne Kostüme – und auch hier legten die Kinder kurzerhand selbst Hand an: Aus Papier, Tüchern und Mänteln entstand so eine Waldkuilisse und manches tierische Outfit – egal ob gemütliches Schweinchen mit Ringelschwanz oder feuerrotes Eichhörnchen.

So konnten schließlich vor den hinzukommenden Eltern ein rundum gelungenes Stück präsentiert werden, bei dem Bär und Schwein schließlich doch noch eine gemeinsame Lösung gegen den Hunger fanden.

Unser Dank gilt dem Team der Stadtbibliothek, das wegen des schlechten Wetters kurzerhand die Tür zur Bibliothek für uns geöffnet hat, sodass die Theaterwerkstatt trotz Regen stattfinden konnte.

(David H.)

04.08.2022 - Struwwelpeter im Landfunker

Struwwelpeter im Landfunker

Der Landfunker hat einen Beitrag über unser Projekt "Struwwelpeter" an der Eremitag produziert. Dieser kann in der Landfunker Mediathek angeschaut werden.

29.07.2022 - Der Struwwelpeter besucht den Humorpark an der Eremitage

Der Struwwelpeter besucht den Humorpark an der Eremitage

In den Adventswochen des Jahres 1844 suchte der Arzt Heinrich Hoffmann nach einem Bilderbuch als Weihnachtsgeschenk für seinen damals dreijährigen Sohn Carl. Doch statt kindgerechter Geschichten fand er nur „lange Erzählungen oder alberne Bildersammlungen, moralische Geschichten mit ermahnenden Vorschriften“, wie Hoffmann schrieb.

Er kam mit einem leeren Schreibheft zurück und beschloss, selbst ein Bilderbuch zu gestalten – es war die Geburtsstunde des Struwwelpeters, der heute weltweit gelesen wird, aber seinerzeit ein echter Skandal war: Denn alle anderen Bilderbücher haben immer nur eine Idealvorstellung vom braven Kind gezeigt.

Brave Kinder kommen bei Hoffmann allerdings nicht vor: Seine Protagonisten sind frech und eigensinnig. Denn er war Psychologe und davon überzeugt, dass es nichts nutzt, Kinder einfach nur aufzufordern, brav zu sein. Deshalb veranschaulichte er die Folgen von Ungehorsam auf drastischste Weise. Er wollte nicht sinnlos Angst machen, sondern nur vor den Gefahren des alltäglichen Lebens warnen.

Bis heute wird der Struwwelpeter gelesen. Für ein Kinderbuch, das manchen heute sogar als Beispiel „schwarzer Pädagogik“ dient, ist das bemerkenswert. Vielleicht hat der Struwwelpeter also doch etwas Zeitloses an sich?

Genau dieser Frage ging die PAROLE gemeinsam mit dem Humorpark an der Eremitage nach – am vergangenen Wochenende präsentierten wir eine moderne Lesart des Stuwwelpeters: Nicht als Sammlung von Schauergeschichten, sondern als Aufforderung zur Toleranz und Solidarität. In neun Bildern unter Regie von Achim Milbich und unter musikalischer Begleitung von Eva Mensch und Kinga Giemza besuchte der Struwwelpeter den Humorpark, kam angeflogen mit dem Schirm und bewahrte Daumenlutscher Konrad, Hans-guck-in-die-Luft oder das zündelnde Paulinchen in den insgesamt sechs Vorstellungen vor Unheil. 20 Mitwirkende allen Alters haben dabei den Struwwelpeter vor rund 250 Zuschauern zu einem Publikumsliebling werden lassen.

(David H.)

11.07.2022 - Theaterfahrt nach Schwäbisch Hall

Theaterfahrt nach Schwäbisch Hall

Die Große Treppe vor der evangelischen Kirche St. Michael in Schwäbisch Hall: 54 Stufen, eine Höhe von acht Metern und eine Breite von bis zu 48 Metern – an die vielleicht außergewöhnlichste Bühne der Welt ging die diesjährige Theaterfahrt der PAROLE. Mitten hinein in die Lebens- und Liebesgeschichte des verwegenen Degenfechter Cyrano de Bergerac, der gleichzeitig Namensgeber für das unter freiem Himmel aufgeführte Versdrama der Freilichtspiele Schwäbisch Hall war. Cyrano ist ein ehrlicher Kerl, tapfer und hoffnungslos romantisch. Er liebt Dichtung, Kunst und Theater und schafft es, all das blitzgeschwind in kunstvollen Reimen auszudrücken. Ein Charmeur also, wäre da nicht der riesige Zinken von Nase. So verunstaltet, glaubt er sich nie und nimmer liebenswert. Unsterblich ist er zudem in seine Cousine Roxane verliebt, für deren Glück er alles machen würde.

Doch die hat nur Augen für den schönen Christian, dem leider jegliche Dichtergabe versagt ist. Cyrano leiht ihm Reim und poetische Metaphern, schreibt für diesen, als beide in den Krieg gezwungen werden, zweimal täglich kunstvollste Liebesfeldpostbrief an Roxane. Als Christian im Feld tödlich verwundet wird, droht die Dreiecksbeziehung aufzufliegen …

Abseits dieser mal urkomischen, mal tieftraurigen Geschichte einer unerfüllten Liebe, geschrieben 1897 vom französischen Dichter Edmond Rostand, stand für die PAROLE bei der Theaterfahrt neben der Erkundung von Schwäbisch Hall, der Stadt, die einst fest in Hand der Salzsieder war, auch ein Besuch im Hohenloher Freilandmuseum auf dem Programm – eine Reise in die Vergangenheit. Bauernhöfe, Handwerkerhäuser, Mühlen, Kapelle, Schulhaus, Bahnhof, Gefängnis und vieles mehr wurden aus verschiedenen Orten der Region Hohenlohe dorthin umgesetzt. Ein eindrücklicher Besuch also in einer geschichtsträchtigen Stadt.

08.07.2022 - 3… 2… 1… Los!

3… 2… 1… Los!

Am 31. Juli tritt die Improvisationsgruppe REGIESTENT in Bad Schönborn auf. Weitere Informationen finden Sie beim Veranstalter.

06.07.2022 - Der Struwwelpeter

Der Struwwelpeter

Der Struwwelpeter ist in fast allen Sprachen zu lesen, auch ukrainisch und litauisch. Er gehört mit seinen Warngeschichten zur Weltliteratur.

So sollten etwa Kinder im 19. Jhd. vor den vielen Verbrennungen durch offene Küchenfeuer gewarnt und geschützt werden (Paulinchen). Mit den Haustieren sollten sie sorgsamer umgehen als der böse Friederich mit Vogel, Katz und Hund.

Wir wandeln „Warngeschichten“ in aktuelle Szenen unserer Zeit, in denen der HUMORPARK-PETER den Ton angibt.

Theater & Musik in sieben Bildern im Park der Eremitage Waghäusel: Am Samstag, den 23. Juli und Sonntag, den 24. Juli jeweils um 14, 16 und 18:00 Uhr an der Eremitage Waghäusel.

Struwwelpeter verwandelt im Humorpark“ ist eine Kooperation des Humorpark-Museums mit dem Amateurtheater PAROLE, der Musikschule Waghäusel-Hambrücken und der Bolandenschule.

(David H.)

18.06.2022 - Besser spontan als nie!

Besser spontan als nie!

Die Erfindung der Draisine, einen Mord in nur zehn Sekunden oder das vielleicht schrulligste Arztwartezimmer der Welt – das waren nur drei der Momente, die unsere Improvisationstheatergruppe REGIESTENT am vergangenen Wochenende auf die Bühne gebracht hat – ganz spontan, versteht sich.

Denn wie immer galt auch bei der Show im AWO-Haus Wiesental die altbekannte Impro-Devise: Jede Szene entsteht im Moment, nichts von dem, was auf der Bühne gezeigt wird, wurde so zuvor schon einmal gespielt. Dafür braucht es nicht nur die Spielerinnen und Spieler auf der Bühne, sondern – mindestens genauso wichtig – ein Publikum mit echter Lust am Unerwarteten.

Die Zuschauer in der historischen Zigarrenfabrik, die heute Sitz der AWO in Waghäusel ist, brachte genau die mit: Fleißig wurden Ideen für Charaktere und Beziehungen geliefert – und sogar die Mordwaffen für eine Verbrechens-Szene beigesteuert: Absatzsandalen und Zahnseide. Wie damit wohl ein Mord verübt werden könnte? Keine leichte Aufgabe für die fünf Spielerinnen und Spieler.

Stefanie Flügge, Sonja Gäng, Ralf Mahl, David Heger und Benedikt Freidel haben sich ihr trotzdem gestellt. Der urkomische Mord war erfolgreich, die kurzweilige Impro-Show ebenfalls.

Und so danken wir dem Publikum für den bunten Strauß an kreativen Ideen, den Helferinnen am Ausschank für die Bewirtung und dem AWO-Ortsverein für die Räumlichkeiten.

Der nächste Auftritt steht schon heute fest:

Am Sonntag, den 31. Juli, ist REGIESTENT zu Gast im Kurpark Bad Schönborn. Wie freuen uns, Sie und euch (wieder) zu sehen!

23.05.2022 - Am 11. Juni heißt es: 3… 2… 1… Los!

Am 11. Juni heißt es: 3… 2… 1… Los!

Ganz spontan geht es zu, wenn die Improvisationstheatergruppe REGIESTENT spielt. Wir präsentieren einen ganzen Abend im Zeichen des Chaos – denn bei uns ist jede Vorstellung neu: Alles ist möglich, nichts vorhersehbar. Dafür braucht es keine Kostüme, kein Bühnenbild und keinen Regisseur. Was es stattdessen braucht, ist ein Publikum mit Lust am Unerwarteten – denn hier haben es die Zuschauer in der Hand, was auf der Bühne passieren wird.

 

Mit unserer Impro-Show sind wir am 11. Juni um 19:30 Uhr zu Gast im AWO-Haus Wiesental (Schanzenstraße 17). Wir freuen uns! Der Eintritt ist frei, die Plätze jedoch begrenzt. Deshalb gilt: Den Termin schon heute vormerken!